Lukas Fertsch

In den Arbeiten von Lukas Fertsch spürt man die Handwerkskunst des Architekten. Die angewandte Kunst trifft auf die bildenden Künste. Subtil erschaffen die geometrischen Formen Räume, in denen narrative Handlungen geschehen können. Er schafft durch Licht, Farbe und Klang eine neue Erfahrung des Gesamtkunstwerkes.

Auf verschiedenen Ebenen erhält der Betrachter die Möglichkeit, sich völlig in die Bildebenen einzufühlen. Im ersten Moment, im unbeleuchteten Zustand, kommt der Zeichnung die volle Aufmerksamkeit zu. Sie ist nicht ein Entwurf für die Malerei, sondern ganz in der Tradition der zeitgenössischen Kunst bereits alleine ein autonomes und eigenständiges Kunstwerk.

Erst wenn, entgegen der gewohnten Sehkonventionen, der Raum abgedunkelt und das Objekt mit Schwarzlicht angestrahlt wird, begibt man sich auf die nächste Wahrnehmungsebene: die Zeichnung wird mit Malerei gefüllt. Im Wechselspiel zwischen Sehen und Verbergen, Licht und Dunkelheit sowie Wissen und Unwissen bricht Lukas Fertsch auf komplexe Weise mit gewohnten Wahrnehmungsmustern in der Kunst. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und bleibt nicht nur auf der visuellen, sondern greift mit seiner musikalischen Begleitung der Werke auch auf die akustische Ebene.

Alle Ebenen von der Zeichnung, über die Malerei und insbesondere die Musik prägen das Raumgefühl des Betrachters entscheidend – der Entzug aus dem Alltag und das Einsinken in die künstlerische Imagination sind unaufhaltsam. Die ästhetische Erfahrung geht hierbei also weiter als jeder visuelle Eindruck, denn das ansprechen so vieler Sinne drängt den Betrachter dazu, völlig bei sich zu sein, um die Werke voll aufnehmen zu können. Dieses nahezu spirituelle Erfahrungsmoment gipfelt im Sujet der ersten Serie mit ihrer christlichen Ikonographie. Die Bilder erinnern durch ihre Leuchtkraft und Symbolik an mittelalterliche Kirchenfenster und sind doch völlig im zeitgenössischen Kunstdiskurs und ihrem experimentellen Charakter angekommen.

Von der inneren, transzendentalen Ebene blickt Lukas in seiner neuen Serie hinaus auf die weltliche, urbane Stadtlandschaft. Er verarbeitet das dynamische Lichtspiel von Leuchtreklamen und Werbeeindrücken, um seine eigene Bildsprache für die individuelle Lichtregie von Städten zu finden.

Lukas setzt in dieser neuen Bildsprache durch seine Umsetzung eigene Akzente und gibt der Stadt ein neues Gesicht, visualisiert verborgene Eindrücke, die weit über das eigentliche Stadtbild hinausgehen, indem er Emotionen evoziert. Das so wichtige Spiel von Licht und Dunkelheit vom Rausch der Großstadt und ihrer eigenen Rhythmik ergibt einen ganz neuen Blick auf die Stadt.

The Four Horsemen Of The Apocalypse
Genesis
Resurrection
Mary's Ascension
Bridge
God's Faces - Way To The H.
God's Faces - Way To The Age
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Die MUCA ist eine Galerie für Urban Art / Street Art und zeitgenössische Künstler.

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